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Malteser Wuppertal

Morgige digitale Verleihung: Malteser Integrationsdienst belegt zweiten Platz

Katholischer Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus - Dorothee van den Borre um 8.10 Uhr schon live im DOMRADIO-Interview

07.06.2021
Im Zuge des Projekts "Verlorene Orte" konnten Vorurteile abgebaut und Freundschaften geschlossen werden

Wuppertal. Wenn am morgigen 8.6.2021 von 18.00 bis 20.00 Uhr zum vierten Mal die feierliche Verleihung des von der Deutschen Bischofskonferenz ausgelobten “Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“ stattfindet, wird sich Dorothee van den Borre ganz besonders freuen. Die Wuppertaler Koordinatorin des Malteser-Integrationsdienstes hat in Kooperation mit dem SkF e.V. Bergisch Land (Sozialdienst katholischer Frauen) und der evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen mit dem Projekt “Verlorene Orte“ den zweiten Platz belegt. Morgen wird dieser sogar auf zwei von insgesamt 60 eingereichten Arbeiten aufgeteilt. Vom 5000 Euro umfassenden Preisgeld erhalten die beiden Zweitplatzierten daher jeweils 2500,-. Mit dem Ziel, überall dort Vorurteile abzubauen, wo Menschen sich begegnen und miteinander ins Gespräch kommen, hatte eine Gruppe von sieben jungen geflüchteten Frauen und einer Journalistin im Rahmen des Unterfangens “Verlorene Orte“ ältere, zum Teil Fremden gegenüber voreingenommene Menschen interviewt. Genau wie die Frauen mit Flüchtlingshintergund hatten auch die älteren Herrschaften bereits Orte in ihrem Leben verloren. Nachdem mit dem Verlust oftmals ganz besondere Gefühle einhergehen und damit intensive Erinnerungen verbunden sind, fand man schnell Gemeinsamkeiten und der Austausch verlief rege. So verfasste man zusammen kurze Texte und versuchte, Bilder jener verlorenen Orte zu finden. Aus der Zusammenfügung des entsprechenden Text- und Bildmaterials wurde sodann eine berührende Ausstellung kreiert, die seither an verschiedenen Orten gezeigt wird. Umrahmt wird das Ausstellungsprogramm noch durch persönlich erzählte Geschichten sowie Musik, damit das Ereignis selbst ebenfalls zu einer Stelle der Begegnung werden kann. „Rassismus und Vorurteile sind keine Frage des Alters“, heißt es in der ausführlichen Darstellung der Projekteinreichung von Seiten des Wuppertaler Integrationsdienstes der Malteser. Während im Wuppertaler Osten aufgrund niedriger Preise viele Senioren lebten, sei der Stadtteil gleichzeitig für eine große Anzahl von Menschen mit Migrationshintergrund zur zweiten Heimat geworden. Die Veränderung des Stadtbildes und die neue Vielfalt sei für viele Senioren, die oftmals in Kirchengemeinden aktiv sind, beängstigend, heißt es weiter. Um Lösungsansätze gegen die mangelnde Bereitschaft auf die neuen Nachbarn zuzugehen sowie versteckte und offene Vorurteile und Angst vor dem Unbekannten zu finden, habe sich die Idee zum Projekt "Verlorene Orte“ entwickelt. Die Preisverleihung erfolgt digital. Am morgigen 8.6.2021 wird Integrationsdienste-Koordinatorin Dorothee van den Borre um 8.10 Uhr  vom DOMRADIO (auf der 101,7 oder über domradio.de) live zum Preis interviewt. Weitere Infos unter: https://www.dbk.de/katholischer-preis-gegen-fremdenfeindlichkeit/preistraeger-2021 Der digitale Festakt kann über die Website der Deutschen Bischofskonferenz auch gestreamt werden: https://www.dbk.de/presse/livestream

 

 

 

 

 

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